Glasperlen
Handgemachte Glasperlen von der Insel Murano
Nur noch wenige Kunsthandwerksbetriebe stellen auf der Laguneninsel Murano, vor Venedig, Glasperlen einzeln und von Hand her. Dabei wird das Glas vor dem Feuer verflüssigt und dann geformt. Diesen Vorgang nennt man “Wickeln vor der Lampe” (Lampenperlen, Perlen aus Wickeltechnik).
In einige Perlen werden Einlagen aus echtem 925er Silber oder 999er Gold (auch Feingold genannt, 99,9% Goldgehalt, 24 Karat) eingearbeitet. Die typischen venezianischen Perlen gibt es in vielen verschiedenen Formen und Farben. Die meisten von ihnen sind aber mit filigranen, floralen Mustern verziert.
Die Technik der Glasperlenherstellung war bereits den Phöniziern (ca. 1200 v. Chr.) bekannt, geriet dann aber über viele Jahrhunderte in Vergessenheit. Im 13. Jahrhundert n. Chr. wurde sie wiederentdeckt und bis heute in fast unveränderter Form ausgeführt.
Handgemachte, deutsche Glasperlen
Auch in Deutschland gibt es Kunsthandwerker, die wunderschöne, kleine Glaskunstwerke herstellen.
Sie arbeiten vorwiegend ebenfalls mit Muranoglas oder mit deutschem Lauscha-Glas. Die Herstellungsverfahren gleichen denen ihrer italienischen Künstlerkollegen.
Handgemachte, indische, indonesische und chinesische Glasperlen
Auch in diesen Ländern werden seit Jahrhunderten handgemachte Glasperlen hergestellt.
Die Technik der Herstellung und das Aussehnen der Perlen unterscheiden sich nur wenig von den Murano-Glasperlen.
Aus Mangel an Maschinen werden auch die gepressten Glasperlen meist von Hand gepresst.
Böhmische Glasperlen
In Böhmen werden ebenfalls seit Jahrhunderten Glasperlen hergestellt. Es gibt auch dort Perlen, die in Wickeltechnik hergestellt werden und den Murano-Perlen sehr ähnlich sind.
Böhmische Glassschliffperlen sind facettiert, geschliffen und z.T. feuerpoliert.
Andere böhmische Perlen gibt es in vielfältigen Formen und Farben (Kugeln, Tropfen, Kegel, Scheiben, Linsen, Stäbe, Figuren).